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Unser Konzept

Die pädagogischen Ansätze in unserer Konzeption der „Inklusion“ schließen ein hohes Maß an Wertevermittlung ein, wie sie grundsätzlich in unserer ev. Kindertagesstätte gelebt und gefordert werden. Der Kindergartenvorstand und die ErzieherInnen tragen die Kita mit viel persönlichem Einsatz und möchten einander und unseren Kindern Vorbild sein.

Alle Kinder mit Ihren Familien in ihrer Vielfältigkeit und mit unterschiedlichsten multikulturellen Hintergründen möchten wir begleiten und einbinden. Ihnen eine warmherzige Atmosphäre schaffen, die von Respekt und Vertrauen getragen wird, ist uns ein Anliegen.

Durch die mitarbeitenden Menschen bekommt unsere Kindertagesstätte eine ganz individuelle Ausprägung. Wir verstehen unsere Einrichtung als einen Ort der Entwicklung für Groß und Klein. Wir entwickeln uns beständig weiter. Dies führt zu einer hohen Qualität unserer Arbeit und fördert ein offenes, kommunikatives Arbeitsklima.

Wenn Sie unsere Konzeption genauer unter die Lupe nehmen wollen, können Sie sich diese als PDF herunterladen, ebenso unser Gewaltschutzkonzept: 

Konzeption Kita Christuskirche | Gewaltschutzkonzept Kita Christuskirche


Religionspädagogik:

Als christliche Einrichtung liegt uns die Religionspädagogik besonders am Herzen. Jede Familie, gleich welcher Kultur, Herkunft und Religion, ist bei uns herzlich willkommen. In unserer Einrichtung soll das Zusammenleben mit Menschen anderer Glaubensauffassungen durch Wertschätzung und Akzeptanz spürbar sein.

Um Ihrem Kind erste Erfahrungen mit religiösen Traditionen zu ermöglichen, legen wir einen Schwerpunkt auf das gemeinsame Erleben des Kirchenjahres mit seinen Festen und Feiertagen. Hierzu sind alle Familien herzlich eingeladen! 

Wir verstehen unsere Arbeit als Teil der Gemeindearbeit, leben unseren christlichen Glauben und machen ihn nach außen transparent. 

Kinder sind Weltentdecker und Gottessucher. Sie haben ein tiefes Bedürfnis sich mit den Händen und allen Sinnen die Zusammenhänge der Welt zu erschließen. Man könnte es auch „philosophieren“ über Gott und die Welt mit den Händen nennen. Diesem Bedürfnis spüren wir nach und begleiten den Glauben mit Ritualen, in dem wir Lieder singen und gemeinsam beten (auch bei Tisch). Wir feiern große und kleine Gottesdienste in der Kita und der Kirche, Krabbelgottesdienste mit den Krippenkindern, lesen Geschichten, schauen uns Bilderbücher an und erleben religiöse Jahreszeitenfeste.

Inklusion:

Inklusion heißt für uns das Zusammensein unterschiedlicher Herkunft, Nationalität und Menschen mit und ohne Behinderung. Das setzt ein positives Menschenbild voraus, d.h. die Akzeptanz und das Verständnis für das Anderssein.

Wir alle wollen zusammen im Krippen- und Kindergartenalltag erleben, gestalten und voneinander lernen. Denn wir haben alle die gleichen Wünsche, Sorgen und das große Bedürfnis nach Anerkennung und Wertschätzung. Durch jahrelange Erfahrung, gut geschultes Personal und speziell ausgestattete Räumlichkeiten können sich Integrationskinder individuell und nach ihren Fähigkeiten entwickeln.

Die Zielsetzung erfordert allerdings auch, dass in der Gruppe mit einem Kind besonderer Bedürfnisse ein anderer Personalschlüssel festgelegt ist: 2 Erzieherinnen und eine weitere Fachkraft.

Im Rahmen unserer inklusiven Arbeit unterscheiden sich die Erziehungsziele nicht. Obgleich es erforderlich sein kann Differenzierungen zu treffen und unterschiedliche pädagogische und therapeutische Angebote zu machen, um die Erziehungsziele zu verwirklichen.

Die Eingewöhnung:

Aller Anfang ist schwer:

Übergänge sind zeitlich begrenzte Lebensabschnitte, in denen Veränderungen geschehen. Solche Übergänge werden bei einzelnen Menschen als sehr einschneidend und unterschiedlich erlebt. Übergänge in die Kinderkrippe und in den Kindergarten sind Lebensereignisse, die die persönliche Entwicklung eines Kindes vorwärts bringen, aber auch erschweren können. Wir helfen Ihnen und Ihrem Kind bei der positiven Gestaltung von Übergängen.

Die Eingewöhnung in die Krippe:

In der dreitägigen Grundphase wird Ihr Kind von Ihnen oder einer vertrauten Bezugsperson für 1 1/2 Stunden in der Kita begleitet. Die Erzieherin wird in dieser Zeit sehr sensibel Kontakt zu Ihrem Kind aufnehmen.

Am vierten Tag wird gemeinsam besprochen, ob man den ersten Trennungsversuch von 10 bis maximal 30 Minuten stattfinden lässt. Schön wäre es, wenn Sie Ihrem Kind seinen Lieblingsgegenstand mitgeben, wie zum Beispiel einen Schnuller, Kuscheldecke oder eine Stoffpuppe. Wenn die Trennung schwer fällt, starten wir in der zweiten Woche erneut. Ab dem vierten Tag wird der/die ErzieherIn zunächst im Beisein der Bezugsperson, als erste auf die Signale und Äußerungen des Kindes reagieren. Jeden Tag werden durch Absprachen die Trennungsphasen erweitert.

Ein gemeinsames Begrüßungs- und Abschiedsritual wird vereinbart. Der Abschied vom Kind ist stets offen und mit „Ich komme wieder“ betont.

Wenn Ihr Kind sich trösten lässt, mit isst und trinkt, allein oder mit anderen ins Spiel findet, sich wickeln lässt und in der Einrichtung schläft, kann man von einer abgeschlossen Eingewöhnungsphase sprechen. Wichtig ist dann, dass Sie jederzeit erreichbar sind, falls Ihr Kind Sie doch noch braucht.

Man kann sagen, dass der Eingewöhnungsprozess etwa einen Zeitraum von 4 Wochen beansprucht. In dieser Zeit sollen alle Schritte stets gemeinsam besprochen werden, damit man das Kind mit all den zahlreichen Eindrücken und den vielen neuen Kontakten im Blick behält.

Die Zeit in der Krippe ist eine aktive Anpassung an eine bislang unbekannte Umgebung. Wenn es Ihnen möglich ist, sollte Ihr Kind in dieser Zeit nicht die gesamte Öffnungszeit in der Krippe bleiben. Geben Sie Ihrem Kind und auch sich diese Zeit! Wir wollen, dass Sie gemeinsam gut bei uns ankommen.

Einige Tipps für die Eingewöhnung:

- Kinder brauchen eine klare, ritualisierte Verabschiedung

- Zügig und nur einmal verabschieden

- Bitte nicht mit Straßenschuhen in den Gruppenraum

- Kurze Tür- und Angel-Gespräche

- Ehrliche, kurze Rückmeldungen

- Legen Sie ein kleines Familienbüchlein an

- Zum Schlafen ein T-Shirt von Mama oder Pap

- Mit Teddy & Co geht es besser

- Der Eintritt in die Krippe ist kein guter Zeitpunkt um den Schnuller abzugewöhnen

- Die Mutter ist eher in der Rolle der stillen Beobachterin

- Reflektieren Sie Immer wieder mit der Erzieherin die Eingewöhnung

Übergang von Krippe in Kita:

Da ihrem Kind, die ErzieherInnen, die Kindergartenkinder und auch die Räumlichkeiten nicht fremd sind, wird der Übergang in die Kindertagesstätte nicht schwer fallen. Durch gegenseitige Besuche in der neuen Gruppe und gemeinsamen Sing- und Gesprächskreisen wird der Übergang in den letzten Wochen vorbereitet. In der Krippengruppe wird der Wechsel thematisiert. Mit einem kleinen Ritual wird das Krippen

Der Wunsch der Eltern, in welche neue Kita-Gruppe ihr Kind kommt, wird berücksichtigt und ein Übergangsgespräch festgelegt. Gegen Ende der Krabbelgruppenzeit findet das Übergangsgespräch mit den Eltern statt, bei dem die Erzieherin, die die Eltern und das Kind durch diese Zeit begleitet hat, und die zukünftige Erzieherin der Gruppe teilnehmen. Bei diesem Gespräch findet ein gemeinsames Kennenlernen und ein Austausch über den Entwicklungsstand des Kindes in der Krabbelgruppe statt. Auch eventuelle Besonderheiten und Gewohnheiten werden dabei berücksichtigt. Schriftliche Gesprächsprotokolle und der Portfolioordner werden der nun zuständigen Erzieherin übergeben.

Die Eingewöhnung in die Kita:

Eine offene, schon vor dem ersten Kindergartentag beginnende Zusammenarbeit mit Ihnen ist uns wichtig. Gute Teamarbeit von Familie und Kindergarten ist die Voraussetzung für einen gelingenden Anfang. Wichtig ist, dass Sie die Eingewöhnungsphase aktiv begleiten. Nehmen Sie sich sieben bis vierzehn Tage Zeit und beginnen den Kindergartenbesuch mit kurzen, übersehbaren Zeiträumen. Ihr Kind wird uns und Ihnen signalisieren, wann es sicher ist und sich von Ihnen lösen kann und will.

Eine ereignisreiche Zeit beginnt mit dem Eintritt in den Kindergarten. Ihr Kind lernt eine ganz neue Umgebung kennen, macht erste Schritte aus dem familiären Umfeld und lernt, sich aus einer Kleingruppe (Familie) in ein größeres Umfeld einzugewöhnen. Wir wissen, dass Sie viele Fragen in den ersten Tagen und Wochen haben werden. Sie möchten, dass sich Ihr Kind bei uns wohl fühlt und gerne zu uns kommt. Für uns ist es wichtig, dass wir viele Informationen aus dem Lebensumfeld Ihres Kindes bekommen. Erzählen Sie uns von Ihrem Kind. Berichten Sie von Vorlieben und Abneigungen, Ängsten und Kenntnissen. So können wir Ihr Kind kennenlernen und versuchen, seinen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Partizipation:

In der Gruppe als Erfahrungs- und Lernfeld bilden sich Kinder durch Aneignung, Erfahrenes und Erlebtes. Die Kinder verschiedenen Alters sind sich gegenseitige Ideengeber. Sie sichern ihr Erlerntes durch Wiederholungen, werden bestärkt durch Bewunderung und ihr Selbstvertrauen wächst im Erleben der eigenen Fähigkeiten. Wenn ein Kind Respekt für seine Eigenart, seine Stärken und Schwächen beanspruchen darf – diesen erlebt und spürt – dann ist es auch bereit, Respekt für andere zu zeigen. Erst wenn ich mich selbst kenne, kann ich das Andere ohne Verunsicherung wahrnehmen.

Unser Ziel ist es daher, unsere Kinder für ein gesundes Bild von sich selbst zu sensibilisieren und gleichzeitig darauf aufmerksam zu machen, dass es auch Unterschiede zu den Anderen gibt. So erleben sie ganz natürlich, dass jedes Kind etwas Besonderes ist und unterschiedliche Fähigkeiten, Vorlieben, Angewohnheiten und Interessen besitzt.

Altersgleiche Gruppen:

Die altersgleichen Kinder aus den vier verschiedenen Kindergartengruppen finden sich dreimal in der Woche (Di, Mi, Do) von 11:00 Uhr bis 12:15 Uhr zusammen. In dieser Zeit arbeiten sie altersentsprechend am Kita-Projekt. Ein gemeinsam geplantes Projekt/Thema kann eine andere inhaltliche Wendung erfahren. Diese Art von offener Arbeit bedeutet nicht Beliebigkeit in der Entscheidung, sondern viel mehr prozessorientierte Arbeit unter Beteiligung der Kinder. Das setzt eine aufmerksame, interessierte und forschende Haltung von Erzieherinnen und Erziehern voraus.

Zu allen Themen und Projekten wird entdeckt, entwickelt, erobert, erforscht und ausprobiert. Da wir allen Kindern in ihrer Entwicklung und ihrem eigenen Tempo gerecht werden wollen, wird jedes Kind in seinem Selbstwertgefühl gestärkt. Ihm wird vermittelt für die Gruppe bzw. Gemeinschaft wichtig zu sein. Es wird ihm ermöglicht, sich in seinem eigenen Tempo und nach seinen Interessen einzubringen.

Partizipation in unserer Einrichtung:

Partizipation bezeichnet grundsätzlich verschiedene Formen von Beteiligung, Teilhabe bzw. Mitbestimmung in unserem Kindergartenalltag. Das setzt voraus, dass unsere Erzieherinnen eine positive Grundhaltung leben und Kinder als Gesprächspartner wahrnehmen bzw. ernst nehmen. Wir sehen Kinder als kompetente kleine Menschen, ohne dass die Grenzen zwischen Erwachsenen und Kindern verwischen. Uns ist es ein Anliegen, die Beteiligung der Kinder immer im Blick zu haben, angemessen und ihrer Reife entsprechend zu reagieren, ihnen Achtung, Wertschätzung und Respekt entgegenzubringen. Partizipation ist in der Kita ein wesentlicher Bestandteil zwischen Kindern, Eltern und Erzieherinnen. Sprich, sie findet im Alltag statt.

Partizipation der Kinder:

Die Partizipation der Kinder zeigt sich in unserer Einrichtung in vielfältiger Hinsicht: Kinder leiten z.B. einmal in der Woche den Dienstagstreff (Kinderkonferenz). Sie können für dieses Treffen Wünsche, Vorhaben und Kritik aufmalen, oder mit Hilfe der Erzieherin oder Eltern aufschreiben, und diese in den dafür vorgesehenen Briefkasten werfen. Dies wird dann in der Kinderkonferenz mit allen Kindern besprochen und diskutiert. Diese Kinderrunde ist ein wichtiger Teil, um Demokratie selbst zu erfahren. Dazu gehört auch, dass Kinder lernen zuzuhören, andere ausreden zu lassen und andere Meinungen zu akzeptieren.

Mit verschiedenen Möglichkeiten in Bücherei oder Garten – als Bücher- oder Hüttchenchef – können sie Verantwortung übernehmen. Für zukünftige Projekte werden die Kinder befragt. Es werden durch gemeinsame Abstimmungsverfahren demokratische Entscheidungen gefällt.

Der Morgenkreis wird von den Kindern geleitet und gibt ihnen auch hier die Möglichkeit, sich einzubringen, mitzugestalten und eigene Themen anzusprechen.

Kinder entscheiden selbst:

- ob sie schlafen möchten oder nicht

- alle Spiele und Materialien sind durch die Raumgestaltung für die Kinder frei zugänglich

- Spiel-/Lernecken werden mit Beteiligung der Kinder immer wieder verändert und für Kinder ansprechend gestaltet und den Projekten angepasst

- mit wem sie beim Frühstück in der Cafeteria frühstücken, was und wie viel sie essen

Die Kinder der verschiedenen Alterstufen treffen sich dreimal in der Woche. Ideen und Vorhaben werden gemeinsam ausgehandelt, geplant und auf Umsetzbarkeit überprüft. Jedes Kind kann gemäß seinem Entwicklungsstand etwas dazu beitragen. So sind die Kinder an den sie betreffenden Entscheidungen möglichst weitgehend beteiligt.

Im alltäglichen Miteinander unterstützen wir die Kinder sich eigener Gefühle, Wünsche, Meinungen und Bedürfnisse bewusst zu werden, sie auszudrücken, zu akzeptieren und sie auch in unangenehmen Situationen selbstbewusst zu vertreten.

Wir fordern Kinder auf ihre Gefühlszustände mit Worten zu benennen und sie anderen mitzuteilen. Das Kind lernt, dass Gefühle eine Auswirkung auf die Beziehung zu einem anderen Menschen haben. Wir kommen mit Kindern darüber ins Gespräch, dass jeder Mensch eigene Gedanken und Gefühle hat, die es gilt wertzuschätzen und anzuerkennen. Darunter fällt ebenfalls sich in die Situationen anderer einzufühlen und hilfsbereit zu sein. Wir geben Kindern angemessene Freiräume, in dem sie Verantwortung übernehmen und mit Regeln und Grenzen umgehen lernen. Wir unterstützen sie in ihrer Kontaktaufnahme zu anderen, fördern Freundschaften und Beziehungen untereinander, aber auch das Zugehörigkeitsgefühl zu ihrer Gruppe. Konfliktsituationen werden ausgehandelt und Kompromisse geschlossen, um Teamfähigkeit zu entwickeln. Positiv bewältigte Konflikte machen Kinder stark und bringen viele Lernerfahrungen hervor.

Partizipation in der Krippe:

Beteiligung ist von Klein auf möglich. Alter spielt für die Beteiligung keine Rolle, wohl aber für die Form der Beteiligung. Je jünger die Kinder sind, umso wichtiger ist es, zuerst einmal ihre Signale und ihre Körpersprache zu beobachten und zu verstehen. Dies bezieht sich zunächst und überwiegend auf den Eingewöhnungsprozess, die Essens-, Schlaf- und Spielsituationen und die Mitentscheidung im Kontext der Sauberkeitsentwicklung und Pflegesituation. Hier ist es von großer Bedeutung nicht gegen die Bedürfnisse der Kinder zu handeln.

Unsere Philosophie | Die Schatzkiste:

Beziehungen, die tragen:

Im Krippen- sowie im Kindergartenalltag soll ihr Kind eine liebevolle und emotionale Atmosphäre vorfinden, innerhalb derer es den Kindern und den ErzieherInnen Spaß macht, gemeinsam in Aktion und in Kommunikation zu sein.

Es ist wichtig eine sichere Bindungsbeziehung aufzubauen. Denn nur so kann sich ihr Kind sicher und aufgeschlossen seiner Umwelt öffnen und diese erobern. Ein respektvoller Umgang ermutigt bzw. befähigt ein Kind sich auszuprobieren. Bei gleichzeitiger Achtsamkeit und Zurückhaltung gilt der/dem ErzieherIn die schwierige Aufgabe, dem Kind Sicherheit und Vertrauen darin zu geben, dass, wo es an Grenzen stößt, oder bei Unsicherheit und Angst, es sich immer wieder bei seiner/seinem BindungserzieherIn rückversichern und zurückkehren kann.

„Kinder sind Akteure ihrer eigenen Entwicklung!“

Dies bedeutet für uns, dass sie das Bedürfnis haben sich zu entwickeln und zu entfalten. Dabei sind sie auf eine Umwelt angewiesen, auf die sie vertrauen können, und die für sie die entsprechenden Voraussetzungen schafft.

Wir möchten Kindern eine Atmosphäre geben, die von Wärme, Geborgenheit, Verständnis, Respekt und Vertrauen getragen wird. Kinder können im sozialen Miteinander zu selbständigen Persönlichkeiten heranreifen.

„Das bin ich“ | „Das kann ich“ |  „Das schaffe ich“ | „ Das traue ich mir zu“

Geburtstage:

Ein besonderer Tag erfordert besondere Momente! Und was gibt es für Kinder einen schöneren Tag als der eigene Geburtstag! An diesem Tag hat Ihr Kind eine herausragende Rolle in seiner Gruppe.

Es darf sich ein Frühstück, ein Geburtstagslied oder Geburtstagsgedicht und Spiele im Morgenkreis wünschen. Sein Platz wird entsprechend festlich geschmückt.

Eine Geburtstagskrone zeigt zudem allen anderen Kindern: Ich habe heute Geburtstag. An diesem Tag ist auch die Schatztruhe mit bunten Geschenken ein Höhepunkt und unterstreicht die Bedeutung dieses Tags. Nicht zu vergessen: Das Strahlen des Kindes, wenn es die Schatztruhe öffnet.

Projektarbeit:

Seit vielen Jahren gehört die Projektarbeit zum festen Bestandteil der Kindertagesstättenarbeit. Das Projekt "Lernen in Sinneszusammenhängen" bedeutet, dass der Weg genauso wichtig ist wie das Ziel.

Ihr Kind kann einen eigenen Zugang zu bestimmten Themen finden, individuell suchen und für sich wichtige Lernerfahrungen machen. Interesse entsteht durch Erleben und Erfahren mit allen Sinnen. Wir versuchen Interessen zu entdecken und zu wecken. Wir wollen dem Lernweg durch Ermutigung, Bestätigung, enge Beziehung, intelligente Raumgestaltung (Lernecken) und vielfältige Materialien großen Raum bieten.

Wir beobachten die Lebenssituation der Kinder und entwickeln daraus im Gespräch mit den Kindern gruppenübergreifende Projektthemen. Dreimal in der Woche treffen sich die Kinder gleichen Alters von 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr und arbeiten altersentsprechend zum Projektthema. Gleichzeitig sind die Lernecken zum gleichen Thema bestückt. Zudem können die Kinder die verschiedenen Angebote in den Gruppen wahrnehmen.

Darum Projektarbeit:

- Das Projekt orientiert sich am Interesse der Kinder

- Die Projektarbeit lässt ein hohes Maß an Selbst- und Mitbestimmung zu

- Die Projektarbeit lässt auch Fehler beim Lernen zu

- Projektarbeit ermutigt zur Eigenaktivität

- Projektarbeit fordert Demokratie und Mitbestimmung

- Projektarbeit setzt selbstbestimmtes Lernen voraus

- Projektarbeit heißt auch über die Erfahrungen im Gelernten zu philosophieren

Kinder lernen sich einzubringen, zu planen, Regeln einzuhalten, nachzudenken, zu forschen, Erfahrungen zu sichern und später auch Ergebnisse zu präsentieren. Sie erleben Spaß und Freude beim Lernen und legen somit einen wichtigen Grundstein für ein erfolgreiches, lebenslanges Lernen.
 

Lernen heißt entdecken, was mir möglich ist.“
nach Fritz Perl

Kreatives Lernen:

Freispiel:

Wir wissen, dass Kinder ihren eigenen inneren Bauplan haben und respektieren ihr individuelles Entwicklungs- und Lerntempo. Im Freispiel geben wir ihnen eine angemessene Zeit und einen Raum, um ihrer Fantasie, Kreativität und Neugier nachgehen zu können. Auch wir begeben uns als Lernende mit Ihrem Kind auf Entdeckungsreise. Ihr Kind wird unterstützt und ermutigt. Bei Bedarf werden Erfahrungsräume erweitert. Dies soll in liebevoll gestalteten Räumen und angstfreier Atmosphäre stattfinden, um so die Freude am Lernen und die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten Ihres Kindes zu fördern.

Jedes Kind hat in der Freispielzeit die Möglichkeit in allen anderen Kindergartengruppen in den verschieden Lernecken seinen Interessen nachzugehen und seine Spielkameraden zu treffen.

Kunst & Gestaltung:

„Kinder brauchen Kunst, um sich schöpferisch die Welt zu erobern, um das Sehen zu lernen, das Schauen und um das Staunen zu bewahren.“

Alle Kinder haben Zugang zu Farben, Pinseln, Stiften, Kreide, Papier, Pappe, Ton, Knete und Scheren. An der Staffelei, aber auch beim großflächigen Malen, können sie sich ausprobieren. Mit Wasser und Sand matschen sowie mit verschiedenen Naturmaterialien zu arbeiten, macht den Kleinen und Großen nicht nur Spaß, sondern ermöglichen wichtige Lernerfahrungen. Es ist uns wichtig, den künstlerischen Werkstücken eine besondere Wertschätzung und Beachtung entgegenzubringen.

Musik:

Musik dient zur eigenen Orientierung. Sie ist für den guten Spracherwerb und Ausdruck ein wichtiges Medium. Töne und Rhythmen sind das Erste, was ein Kind von der Außenwelt wahrnehmen kann und das bereits im Bauch der Mutter: der Herzschlag gibt den Grundbeat, die verschiedenen Stimmen schulen das Gehör auf Höhen und Tiefen. Dann der erste Schrei, der erste Ton, den das  Kind selbst erzeugt. Wird dem Kind vorgesungen oder hört es Musik, die wiegenden Charakter hat, wirkt sich das auf den kleinen Menschen aus: beruhigend, ausgleichend, entspannend. So spielt Musik auch bei uns eine wichtige Rolle. Musik machen – egal womit: Topfdeckel, Stöcke, Bausteine, Hände, Musikinstrumente. 

Vieles erfährt das Kind dabei:

- hohe und tiefe Töne

- jeder Raum klingt anders

- Harmonie und Disharmonie, Rhythmus, Zahlen, Tempo und Zeit

- Gemeinsames Singen und Musikmachen

- Gemeinschaft wird gestärkt und das Miteinander gefördert

Um die musische Entwicklung zu begleiten, stellen wir Materialien zu Verfügung, singen mit den Kindern, spielen Kniereiter und geben den Kindern Raum und die nötige Atmosphäre, um sich auszuprobieren. Im Kindergartenbereich wird den Kindern am Nachmittag ein Kinderchor angeboten.

Sprache:

Auch beim Erwerb der Sprachentwicklung ist eine anregende Umwelt unabdingbar. Für den Sprachrhythmus und die Sprachmelodie sind Sprachvorbilder erforderlich sowie eine positives Miteinader in guter Atmosphäre. Gleichzeitig brauchen sie aber auch den Austausch, teilen sich mit und erwarten eine Antwort. Auch sehr junge Kinder streben nach Zusammensein. Sie entwickeln Freude an der Kommunikation und am gemeinsamen Spiel. 

- Fingerpuppen & Handpuppen stehen zur Verfügung.

- Gemeinschaft wird gestärkt und das Miteinander gefördert.

- Singen mit den Kindern, Kniereiter-Spiele und den Kindern Raum geben und die nötige Atmosphäre, um sich auszuprobieren.

- Sprechfreude durch gemeinsames Experimentieren mit Lauten, Tönen und Wörtern.

- Kommunikation wird angeregt.

- Sich auf die Ebene der Kinder begeben, z.B. im gemeinsamen Spiel.

Bewegung:

Bewegungsmöglichkeiten sind für die Gesamtentwicklung der Kinder unabdingbar. Sie sind Grundlage für die Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsfindung. Im eigenen Tempo, beim ungestörten Spiel und aus eigenem Antrieb heraus, lernen Kinder sich zu drehen, krabbeln, laufen, sitzen und stehen. Spätere Lernschritte beinhalten Treppenlaufen, Hüpfen, Springen und Balancieren. Hier ist es unsere Aufgabe, Raum zu schaffen mit einem Aufforderungscharakter, in dem sich Kinder ohne Gefahren und ständige Eingriffe ausprobieren und neue Bewegungsabläufe kennen und erfahren lernen.

Wir sorgen für die erforderlichen Bewegungsräume und Möglichkeiten mit unterschiedlichen Ebenen, Materialien, Fahrzeugen, Bewegungsspielen und Bereichen im Außengelände:

- verschiedene Ebenen in den Gruppenräumen

- Angebote im Bewegungsraum

- Bewegung im Garten / Spaziergänge

- Schaukeln, Tunnelröhren

- Der große Turnraum steht den Kleinen zweimal pro Woche zur Verfügung

- verschiedene Fahrzeuge

- verschiedene Krabbelmöglichkeiten

- klettern, rutschen, schaukeln, werfen, fangen, springen, toben und hüpfen.

In den ersten drei Lebensjahren entwickelt sich das Kind unglaublich schnell. Vom Sitzen, zum Krabbeln, zum Hochziehen, Stehen, Laufen und so weiter. Das Kind erfährt seine Umgebung mit allen Sinnen. Es setzt sich aktiv mit seiner Umwelt auseinander. Um diese Prozesse aktiv zu unterstützen, gestalten wir seine Umwelt mit vielfältigen Anregungen.

Dokumentation & Portfolio:

Einige Gründe, weshalb wir beobachten, dokumentieren und Lerngeschichten schreiben:

Kinder sind wissbegierig, wollen eigenständig forschen und experimentieren und ihr Weltwissen mit Interesse am Neuen erweitern und festigen. Eigenständiges Lernen und die damit verbundene Bildung erfordert immer wieder achtsam die Lernwege der Kinder im Blick zu haben. Beobachtungen und Dokumentationen sind hier bewährte Formen, um Auskunft über Befindlichkeiten, Entwicklungsschritte, Interessen und Bedürfnisse von und mit Kindern herauszufinden.

Wir legen für jedes Kind am Anfang der Kindergartenzeit ein Bildungstagebuch an, dass sogenannte Portfolio. Hier können zum Beispiel anhand von Fotos und Lerngeschichten, Lernwege und Fortschritte dokumentiert werden. Lerngeschichten sind persönliche Dokumente, die aus einer Beziehung zwischen Erzieherinnen, Kindern und oftmals den Eltern entstehen. Sie entstehen während der Aktionen für Kinder oder in alltäglichen Situationen und beschreiben, was Kinder tun und erkennen und welche Bedeutung das für sie hat. Die Handlungen und Lernprozesse der Kinder können so genauer wahrgenommen und oftmals besser verstanden werden.

Lerngeschichten helfen uns Kinder zu stärken, den Blick zu schärfen, die Besonderheiten jedes einzelnen Kindes zu erkennen und es zu weiteren Schritten zu ermutigen. Die Inhalte des Portfolios erleichtern es, die Entwicklungsschritte der Kinder besser zu analysieren, sie im Gesamtzusammenhang zu betrachten und somit als gute Gesprächsgrundlage zu nutzen. Nur in Absprache mit Eltern und Kindern werden die Inhalte veröffentlicht.

Portfolio:

Wir freuen uns sehr, wenn Sie das Portfolio Ihres Kindes mitgestalten und mit uns gemeinsam seine Fortschritte festhalten. So erhalten Sie als Eltern einen guten Einblick in die Tätigkeiten unserer Arbeit und können auch die Rolle der Lernbegleiter übernehmen. Einmal im Jahr (Herbst) haben Sie die Möglichkeit in der Kita mit professioneller Begleitung, den Ordner und verschiedene Portfolioblätter mit Ihrem Kind zu gestalten.

Eltern werden bei uns über die Portfolioarbeit und deren Bedeutung in Kita und Krippe aufgeklärt. Mithilfe der Informationen können sich Eltern ein klares Bild über den Einsatz der Portfolioarbeit und deren Vorteile machen. Portfolios fördern die Zusammenarbeit und Kooperation. So können Eltern bei uns als Erziehungspartner eingebunden werden. Durch die angestrebte Zusammenarbeit werden Eltern ermutigt, den individuellen Lernprozess ihrer Kinder zu beachten und sind verstärkt in die Lernprozesse ihrer Kinder eingebunden. Sie erkennen die Begabungen und Talente ihrer Kinder und können helfen sie gezielt zum Lernen einzusetzen.

Achtsame Pflege & Sauberkeitserziehung:

Im Krippenalltag nimmt die Körperpflege viel Raum ein. Dazu gehören neben dem Händewaschen, Zähneputzen und Füttern, auch das Wickeln und die Unterstützung beim Toilettengang. Pflegesituationen, die in der Krippe respektvoll und achtsam gestaltet werden, ermöglichen ihrem Kind positive Körpererfahrungen und tragen zum Wohlempfinden bei. Sie sind immer Kommunikations- und Interaktionssituationen. In dieser Zeit bieten wir ihrem Kind ein Übungsfeld, das die Bedürfnisse, die Autonomie und Eigenaktivität berücksichtigt und das Selbständig-Werden unterstützt. Das bedeutet, nach und nach lernt es, seine Körperausscheidung selbständig und bewusst zu kontrollieren. Wir begleiten ihr Kind gemeinsam auf dem Weg zur Windelfreiheit.


Essen, Schlaf & Pflege

Das Wohl Ihres Kindes liegt uns sehr am Herzen. Unsere professionellen Erzieherinnen unternehmen täglich aufs Neue alles, damit es Ihrem Kind in unserer Kindertagesstätte an nichts mangelt. Ob eine gesunde Ernährung, eine Mütze voll Schlaf, die richtige Pflege oder Hilfe in Krankheitsfällen, wir von der Kita "An der Christuskirche" sind stets voller Eifer dabei, um die Bedürfnisse Ihrer Liebsten nie aus den Augen zu verlieren.

Guten Appetit:

In der Krippe:

Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme. Es trägt maßgeblich zum biologischen, seelischen und sozialen Wohlbefinden bei. Daher dient es nicht nur der Nahrungsaufnahme. Die Essenszeiten sollen lustvoll, kommunikativ und in einer angenehmen Situation stattfinden. Dazu gehört bei uns ein ritualisierter Ablauf mit einem gesprochenen Gebet und einem kleinen Lied.

Das Essen ist im Tagesablauf eine gemeinsame, wichtige Zeit, der viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Kinder in den ersten Lebensjahren müssen zunächst noch Speisen und Getränke kennen lernen, Vorlieben für Gerichte entwickeln und lernen selbständig zu essen. In enger Absprache mit den Eltern werden wir die Essenssituation gestalten. Wenn das Angebot an Speisen stark von der Esssituation zu Hause abweicht, werden wir über Übergangsrituale sprechen, um dem Kind einen behutsamen Einstieg zu ermöglichen. Unser Essen bekommen wir täglich frisch gekocht aus der Küche des Elisabethstifts in der Zanderstrasse.

Im Kindergarten:

Drei Mal in der Woche (Di, Mi, Do) frühstücken unsere Kinder in der gemütlichen Cafeteria. Betreut von einer Erzieherin heißt es hier, gemeinsam zu essen und sich über Interessen und Erlebnisse der Kinder auszutauschen. Wichtige Lerninhalte sind hier die Selbstständigkeit, Ess- und Tischkultur und die Vermittlung der Bedeutung von gesunder Ernährung. Donnerstags wird derzeit immer ein gesundes Frühstück, in Form von einem Müslibuffet oder ähnlichem, für alle Kinder angeboten. Montags und freitags frühstücken die Kinder gemeinsam in ihren Gruppen. Dieses Frühstück wird oft gemeinsam und in ganz unterschiedlicher Form mit den Kindern zubereitet. In dieser gemeinsamen Zeit feiern die Kinder auch ihren Geburtstag.

Schlafen:

Schlafzeiten sind Phasen der Ruhe, in denen Entspannungs-, Verarbeitungs- und Regenerationsprozesse ablaufen. Deshalb sind sie auch im Krippenalltag so wichtig. Auch Kinder aus dem Kita–Bereich haben diese Möglichkeit. Bei ihren Kindern werden wir unterschiedliches und individuelles Schlafverhalten, Rituale und Vorlieben erkennen. Daher ist es uns ein Anliegen zu Beginn mit Ihnen als Eltern Schlafgewohnheiten, die sie mit Ihrem Kind zu Hause pflegen und was Ihnen für das Schlafen in der Einrichtung wichtig ist, zu besprechen. In diesem Austausch lässt sich gemeinsam ein Schlafritual entwickeln, das im pädagogischen Konzept der Einrichtung entsprechende Möglichkeiten bietet.

In diesem Zusammenhang braucht jedes einzelne Kind ein Gefühl von Sicherheit, um sich in den Schlaf fallen zu lassen. Dabei kommen Kuscheltieren oder Schnullern, immer gleich ablaufenden Phasen vor dem Zubettgehen, beispielsweise Vorsingen oder -lesen, unterschiedliche Rollen zu.